Hilfe für Straßenkinder in Fortaleza

Was hat der brasilianische Fußball mit Hängematten zu tun und wie hilft das Straßenkindern in Fortaleza? Es begann in der Garage eines Einfamilienhauses in Mainz Finthen. Das Ehepaar Dorothee und Alexander Grisar, passionierte Globetrotter und Liebhaber südamerikanischer Handwerkskunst, machte aus seinem Hobby ein Geschäft, als es vor über zwanzig Jahren anfing, handgeknüpfte Hängematten aus Brasilien nach Deutschland zu importieren. Was als Experiment startete, hat sich zu einem florierenden Betrieb entwickelt. Mit über zwanzig Mitarbeitern aus zehn Nationen liefert das mittlerweile im rheinhessischen Jungenheim ansässige Unternehmen mit dem klangvollen Namen LA SIESTA Hängematten aus Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Indien in die ganze Welt.

Haengematte aus Brasilien

Der Grundidee sind die Grisars, die ihre Firma zwischenzeitlich den drei Söhnen übergeben haben, treu geblieben: LA SIESTA setzt sich für die Pflege der landestypischen Hängemattenkunst ein und pflegt den direkten Kontakt zu den Herstellern. In Brasilien ist das Familienunternehmen besonders mit Fortaleza verbunden, einer 3 Millionen Stadt im Norden des Landes. Die Region ist bekannt für seine lange Tradition der Hängemattenfertigung und seit 1998 werden hier auch für LA SIESTA Hängematten produziert. Die Küstenstadt mit kilometerlangen Sandstränden gehört zu den touristischen Hochburgen des Landes, ist aber auch genauso bekannt für seine Favelas, wo mehr als ein Drittel der Bevölkerung ohne Elektrizität, medizinische Versorgung und ohne fließendes Wasser leben müssen. Mangelnde Bildungsmöglichkeiten und die Konfrontation mit Kriminalität und Drogen sind alltäglich. Die Fertigung der kunstvoll verzierten Hängematten in Heimarbeit ist für viele Familien die einzige Einnahmequelle und trägt zum Erhalt wichtiger gesellschaftlicher Strukturen bei.

 Turnier Fortaleza

Verbundenheit zu den Menschen in Fortaleza zeigt auch eine gemeinsame Initiative des rheinhessischen Unternehmens mit dem Glashüttener Verein „Tor zur Hoffnung e.V.“. Ziel ist es, das soziale Projekt „Dito Escolinha“ des ehemaligen Beachsoccer Nationalspielers und Sportlehrers „Dito“ José Expedito de Moura in Fortaleza zu unterstützen. Seine Beachsoccer Schule bietet Kindern und Jugendlichen aus meist armen Verhältnissen eine Alternative zu Drogen und Kriminalität und ebnet so den Weg aus dem Kreislauf von Armut und Gewalt. Als Hommage an Brasilien und den Fußball kreierte der LA SIESTA Designer Jean Christophe Meillan eine Hängematten Linie, die von fortalesischen Knüpferinnen gefertigt wird und von der ein Teil der Erlöse „Dito Escolinha“ zugute kommen. Konkret werde die Spenden benötigt, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, um in absehbarer Zeit ein kleines Vereinsgebäude und so Dito’s Traum, eine kleine Bibliothek mit Computern und Nachhilfeunterricht zu haben. Zusätzliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren Dito‘s Schüler und Schülerinnen in der Zeit der Fußball WM. Während in Fortaleza in der Arena „Estádio Castelão“ die „Großen“ gegeneinander antreten (vier Vorrundenspiele, darunter Deutschland gegen Ghana, ein Achtelfinal- und ein Viertelfinalspiel), findet am Stadtstrand Praia de Iracema ein Beachsoccer Turnier der „Dito Escolinha“ statt: Der 1° COPA LA SIESTA. Auch Cornelius Grisar von der LA SIESTA Geschäftsführung wird vor Ort sein, um die Akteure zu unterstützen.

Veröffentlicht unter Marco & Robert stellen vor

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