Stadt Weißenfels

Weißenfels ist mit etwa 40.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Weißenfels liegt an der Saale unweit der A 9, zwischen Halle/Saale (36 km) und Jena (48 km), 41 km südwestlich von Leipzig, im sogenannten Weißenfels-Jenaer Saaletal.

Das Gebiet der mittleren Saale, also auch die Gegend um Weißenfels, ist seit mehreren Jahrtausenden bevorzugter Siedlungsraum. Etwa seit dem 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wurde dieser Landschaftsraum von Völkern besiedelt. Bereits im 3. Jahrhundert siedelten hier germanische Völker, die Vorfahren der heutigen Thüringer.

 Im Laufe des Spätmittelalters und der beginnenden frühen Neuzeit entwickelte sich eine handwerkliche Ausprägung der Stadt Weißenfels – besonders das Schneider- und Schusterhandwerk etablierte sich. Zentrum allen Treibens war zu dieser Zeit die Burg Weißenfels, die 1047 die erste urkundliche Erwähnung erfährt. Weißenfels profitierte von seiner geographisch günstigen Lage an zwei wichtigen Handelsstraßen und bekommt 1185 das Stadtrecht verliehen.

Ende des 18. Jahrhunderts, aber vor allem im 19. Jahrhundert erlebt das Gebiet um Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1764 wurde Kohle gefördert und infolge der zunehmenden Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine rasante Entwicklung zu einem wachsenden Industriestandort ein. Es entstanden viele Fabriken, besonders der Schuhherstellung kam in der Stadt Weißenfels eine besondere Bedeutung zu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Schuhbetriebe verstaatlicht und aus den einzelnen setzte sich das neue DDR-Kombinat Schuhe (Banner des Friedens) mit großen Produktionsstätten, Schuhmaschinenbau (Compart) und Forschungseinrichtungen zusammen. Bis Ende der 1980er Jahre entwickelte sich Weißenfels zum größten Schuhproduktionsstandort der DDR, es arbeiteten über 6000 Beschäftigte in den Fabriken im Raum Weißenfels, die 75 % der Schuhe für die DDR produzierten.

Nach dem Mauerfall folgte aber der Niedergang dieses ehemals einträglichen Industriezweiges. Vielmehr wurde (die zum Teil auch schon vorhanden gewesene) Lebensmittelindustrie zunehmend ausgebaut. Inzwischen wurde aufgrund der sich hier zentrierenden Lebensmittelbranche ein Netzwerk Lebensmittelindustrie für den Süden des Landes Sachsen-Anhalt gegründet. Daneben wurden auch andere Industriezweige stabilisiert und ausgebaut. Geplant ist ferner ein interkommunales Gewerbegebiet direkt an der Bundesautobahn A9.

Auch für Kulturinteressierte hat Weißenfels einiges zu bieten:

Schloss Neu-Augustusburg (eine der größten frühbarocken Schlossanlagen Mitteldeutschlands mit dem größten Schuh-Museum der neuen Bundesländer )

Geleitshaus mit Museum und Restaurant (Leichnam des 1632 in der Schlacht bei Lützen gefallenen Schwedenkönigs Gustav II. Adolf wurde hier seziert)

Heinrich-Schütz-Haus mit Museum (war von 1651 bis zu seinem Tode der Lebensort von Heinrich Schütz. Es ist heute das einzige weitestgehend im Originalzustand zu besichtigende Wohnhaus des Komponisten, in welchem er wichtige Alterswerke schuf.)

Novalis-Haus im (im Erdgeschoss des 1680 errichteten Gebäudes ist die Stadtbibliothek, im Obergeschoss ein Novalis- Museum untergebracht)

Mitteldeutscher Basketball Club (einer der erfolgreichsten Sportclubs in Weißenfels. 2004 konnte das Team einen Europapokal gewinnen (FIBA EuroCupChallenge). Seit 2009 spielt der MBC wieder in der 1. Basketball-Bundesliga. Die Heimspiele werden in der Stadthalle Weißenfels ausgetragen.)

Floorball Club Kreissparkasse Weißenfels e. V. (neunfacher Deutscher Meister im Unihockey (2003–2010, 2012, 2014). Der Verein ist damit der erfolgreichste seiner Klasse.)

Stadt Weißenfels

Veröffentlicht unter Werbepartner

jetzt teilen…

PREMIUMPARTNER

Werbepartner