Rio Tag 12 – Niterói & Sturz in die Tiefe

Heute ging es für uns nach Niterói, einer Art Satellitenstadt von Rio de Janeiro. In Niterói leben rund eine halbe Million Menschen. Um mit dem Auto von Rio der Janeiro nach Niterói zu kommen, muss man die Rio-Niterói-Brücke überqueren. Die Brücke führt über die Guanabara-Bucht und ist 13 km lang. Täglich passieren bis zu 150000 PKWs mit 400000 Personen die bis zu 72 Meter hohe Brücke. Hierbei eröffnet sich ein fanstatisches Panorama auf die Strände Rio de Janeiro’s.

Rio de Janeiro 2014

Am Strand von São Francisco in Niteroi angekommen, war von WM Stimmung und dem ganzen Trubel der Copacabana nichts zu spüren. Menschenleere Strände und eine Ruhe die man in den touristischen Hochburgen vermisst. Wir erkundeten die schöne Strandpromenade mit ihren sehr breiten Fußwegen und trafen auf ein Team von Paraglidern. Vom höchsten Punkt des Parque da Cidade springen sie mehrfach täglich ins Tal und landen direkt am Strand. Alle schwärmten davon das der klare Himmel und das Wetter perfekt waren, um heute einen Sprung zu wagen. Robert und ich beratschlagten kurz und wollten uns diesen fantastischen Nervenkitzel nicht entgehen lassen. Leider konnte aufgrund der riesigen Nachfrage nur einer von uns springen. Kurze Ernüchterung machte sich breit und wir lösten die Angelegenheit wie richtige Männer. Nach einer Runde Schere-Stein-Papier ging Robert als Sieger hervor und konnte sich aus 270m in die Tiefe stürzen.

Niteroi Paragliding

Der Sprung erfolgte mit einem gewissen Mário Soares, einem Turnierspringer mit über 3000 Sprüngen Erfahrung. Die Vorbereitungen wurden rasch getroffen. Ein spezielles Geschirr, wie es für einen Tandemsprung nötig ist, wurde angelegt, Helm und Sonnenbrille dazu und schon konnte es losgehen. Als der Schirm aufgespannt wurde, trauten wir unseren Augen nicht. Es prangten tatsächlich die Farben Schwarz-Rot-Gold am Himmel und wir wussten, dass dies ein Zeichen von höherer Instanz sein muss. Unser Traum Deutschland im Viertelfinale zu sehen kann also nur in Erfüllung gehen.

Der Absprung erfolgte dann recht schnell und Robert erzählte, dass es ein atemberaubendes Gefühl und eine noch fantastischere Aussicht gewesen war. Wir ließen den Tag dann in einem Meeresfrüchte-Restaurant mit Hummer und Shrimps ausklingen. Ganz nebenbei verfolgten wir das Spiel Italien gegen Uruguay und rieben uns die Hände als die von uns so ungeliebten Italiener aus dem Turnier ausschieden. Jetzt heißt es Koffer packen und Pizza Endstazione…

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